Islam / Islamismus / Faschismus

Wenn man den Faschismus / Nationalsozialismus auf die heutige Politik bezieht, muss man wissen, wovon man redet, d. h. man muss mit seiner Geschichte und Ideologie einigermaßen vertraut sein. Kaum bekannt ist z. B., dass so namhafte Araber wie Hadji Mohammed Amin el Hussein, der „Großmufti von Jerusalem“, und seine Anhänger Hitler verehrt und dem Naziregime gedient haben, dass Rommels Truppe in Nordafrika ihre Anfangserfolge nicht zuletzt arabischer Hilfe verdankt, dass es Muslime waren, die den Holocaust begrüßt haben. Dem Afrikakorps auf dem Fuße gefolgt sind – das wurde erst kürzlich bekannt – Gestapokommandos, die mit Wissen Rommels Jüdinnen und Juden aufgetrieben, zusammengetrieben und ermordet haben.

Ein anderer Artikel von mir befasst sich mit der Frage:

Müssen wir anderen Völkern helfen,
sich aus der islamistischen Zwangsjacke zu befreien?

Das Völkerrecht verbietet, sich in die inneren Angelegenheiten anderer Völker einzumischen. Menschenrechte verlangen dies, wenn sie missachtet werden. Die Frage ist, welche Art der Einmischung wäre gerechtfertigt? Das sollte von der Völkergemeinschaft, von den Vereinten Nationen (UN), geklärt und von Fall zu Fall entschieden werden.
Der Islamismus und der islamistisch begründete Terrorismus sind nicht zuletzt Folge einer Identitätskrise in den islamischen Ländern, hervorgerufen durch neokolonialistische Globalisierung und Korrumpierung arabischer Ölmagnaten durch westliche Staaten und Konzerne, in erster Linie US-amerikanischer und britischer. Viele Moslems sehen sich durch den Westen gedemütigt und von ihren eigenen Herrschern verraten. Sie sehen ihre Kultur durch unsere modernistische Zivilisation bedroht und geraten in den Bann fanatischer Mullahs, die ihnen das Paradies versprechen. Das macht sie gewaltbereit und gewalttätig bis zur Selbstaufopferung.

Was können wir dagegen tun? Da gibt es viele Möglichkeiten, auf politischer Ebene wie auf privater. Auf jeden Fall sollten wir uns mit allen Muslimen, die sich von den alten patriarchalen, autoritären Strukturen des Islams befreit haben oder befreien wollen und Reformen anstreben, wie z. B. der marokkanische König und seine Frau, solidarisieren und sie, soweit möglich, unterstützen. Auch ist der Friedensnobelpreis 2003 an die iranische Bürgerrechtlerin Schirin Ebadi ein gutes Signal. Und wir müssen selber vorleben, was wir von anderen erwarten: demokratisches Verhalten, eine hoch entwickelte Kultur freier Diskussion und fairer Entscheidungen, gewaltfreien Umgang mit Konflikten und Toleranz.
[In: GEWALT/-FREIHEIT im ZEITFRAGENFORUM → http://www.dietrichstahlbaum.de ]

Von blog.de (20. 06. 2007) übernommen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s