Sich selbst ins Ohr geflüstert. Gedicht

Sich selbst ins Ohr geflüstert

…so sinnlos, das Gehirn
wie eine Mülltonne zu durchwühlen,
die Dinge, die sich nie entwirrn,
aus der Vergangenheit heraufzuspülen,
so sinnlos, wenn da leer gemahlne Mühlen
sich weiterdrehn und ihre Flügel schwirrn.
Du wirst dich immer irrn.

So sinnlos und dir selbst zum Hohn,
nach jedem Essen sauer aufzustoßen
wie von verdorbnem Fleisch und faulen Soßen.
Warum versagt die Digestion?
Weil du dich überfressen hast?
Weil du das Kostbarste: die Zeit verpasst?
Weil du – du weißt es schon,
du weißt, du glaubst es fast,
weil du – dich hasst!

© Dietrich Stahlbaum 07. 02. 1960

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