APHORISMEN 1988 – 2009 (Auswahl)

Brillen- und Zahnprothesenverleih - Mein Beitrag zur Gesundheitsreform. Bei einer attac-Aktion in Recklinghausen NRW
Brillen- und Zahnprothesenverleih – Mein Beitrag zur Gesundheitsreform. Bei einer attac-Aktion in Recklinghausen NRW

Die Mülltonne ist wieder geleert worden. Welch ein Glück!

Er lachte wie jemand, der plötzlich bemerkt, dass er vergessen hat, sein Gebiss einzusetzen.

So, wie sie geht, spricht sie auch: gestelzt.

Er ist nie um die falschen Worte verlegen.

Da hat sie sich ausgekippt.

Er litt an Langeweile. Eine Krankheit, die zum Tode führen kann.

Sie zieht lauter psychische Wracks an Land.

Nach „der Wende“. Der Exkreis¬vorsitzende der DKP ist hinter einem Vollbart verschwunden.

Rentnerglück: Im Garten sitzen und gespannt darauf warten, dass der Rasen nachwächst und wieder geschnitten werden kann.

Wir Menschen sind mit bemerkenswerter Dummheit ausgestattet.

Die Dummheit einzelner mag ja mitunter belustigend sein. Wenn Dummheit jedoch massiv auftritt…

Politik ist ein permanenter Kampf gegen kollektive Dummheit, bisweilen auch gegen die eigene.

Die Menschen brauchen einander und sei es, um einander umzubringen.

„Unpräzise, schwammig, nicht klar genug formuliert. Wir wollen es aber genau wissen“, sagt die linke Gehirnhälfte.

Wir bestehen zu 60% aus Wasser. Warum regen wir uns darüber auf, dass es in letzter Zeit so viel regnet?

Bestien begehen keine Grausamkeiten.

Alles begriffen und alles kategorisiert und nichts verstanden.

Alles erklärt alles kaputt.

Die Wirklichkeit, vermessen und in Schubladen gepackt: Wissenschaft.

Je mehr wir wissen, desto dümmer werden wir.

Wissen bedarf der Weisheit.

Wissenschaften, die nur einem kleinen Kreis Eingeweihter zugänglich sind, weil sie sich dem allgemeinen Verständnis entziehen, sind esoterisch. Was haben denn so viele Wissenschaftler eigentlich gegen „die“ Esoterik?

Einen Glauben haben? Genügt es nicht, das zu glauben, was als WISSEN gilt?!

Fringe
Fringe

Die Mülltonne ist wieder geleert worden. Welch ein Glück!

So wie man gesundbeten kann, kann man auch krankbeten.

„Es ist abwegig.“ Aber warum sollte man nicht auch einmal „Abwege“ gehen?!

Ruhrfestspiele Recklinghausen
Ruhrfestspiele Recklinghausen 2007

„Sich treu geblieben“. Also auch den eigenen Irrtümern.

Man nimmt viel mehr wahr, wenn man nicht immer nur in einer Richtung geht. Einen festen Standpunkt haben? Dann würde ich mich ja nur um die eigene Achse drehen.

Viele Menschen sind ihr Leben lang auf der Flucht vor sich selber.

Soldat = Söldner, wie der Name sagt. Der Engländer nennt ihn ja auch: soldier.

Die Mülltonne ist wieder geleert worden. Welch ein Glück!

Geschichtsbewusstsein: ja! Die Wunden am Schwären halten: nein!

Deutsche Anarchisten fordern einen Palästinenserstaat ?

22. Juli. Was ist Glück? Eine Libelle auf der Hand.

Um die Stille zu hören, muss es sehr laut gewesen sein.

Ich habe heute Nacht schon einen Vollmond geschenkt bekommen. (24.10.)

Grüner Tag, Sonne. (24.12.)

Die Mülltonne ist wieder geleert worden. Welch ein Glück!

Deine Heimat ist nirgend woanders als in dir selbst.

Ich glaube, alt wird man zuerst im Kopf.

Unter Feministinnen:                                                                                                             

Zu einer Frau, die sich über die weibliche Spiritualität mokiert: „Das ist der von dir verinnerlichte männliche Rationalismus, der so denkt.“

Der Papst fordert auf, Asien zu christianisieren. Dazu kann ich als Agnostiker nur sagen: „Um Gottes Willen n e i n !“

Jesus Christus, gezeugt bei einem Ehebruch?

Pass auf, dass du nicht in Papier erstickst!

KippenVorschlag für einen Werbespruch: Raucht noch mehr, sonst bleibt ihr gesund!

Wer mit wehendem Mantel daherkommt, ist entweder ein Heiliger oder ein Snob.

Im (Zen )Buddhismus sitzt man zwischen allen Stühlen: auf dem Boden beim zazen.

Max Planck auf einem Geldstück, von Hand zu Hand weitergereicht. Dennoch wird hierzulande Wissenschaft mitunter immer noch so betrieben, als habe es ihn nie gegeben.

Ganzheitlichkeit ist mehr als die Synthese im Kopf.

Wenn man in einen schweren Sturm gerät, soll man die Segel streichen, versuchen, luvwärts den Kurs zu halten, und abwarten, bis der Sturm sich legt.

Naturschutz:                                                                                                                                       

„Jetzt schüttelt er die Regentropfen von den Rosen herunter.“
„Wer?“
„Ein deutscher Gartenfreund.“

Wer glaubt, das Politische aus dem Privaten heraushalten zu können, wird leicht zum Spielball der Politik.

Wenn wir uns selber ändern, verändern wir auch die Welt.

Sie philosophiert mit dem Hammer und surft wie eine Jeanne d`Arc durch`s Internet.
Wer? Tanja K..

Man kann auch mit Worten Krieg führen. Oft ist das der Anfang eines blutigen Krieges.

Die Zeit eilt davon, und da bleibt man am besten nicht stehen, sondern geht mit und bestimmt sein Tempo selbst, so dass man nicht vorzeitig altert.

Ein Intellektueller ist ein Mensch, der überwiegend aus einem Kopf besteht. Ein solcher bin ich wohl nicht.

Die Mutter aller Vorurteile heißt IGNORANZIA.

Alle Imperien sind an der Selbstüberschätzung ihrer Herrscher zu Grunde gegangen.

Kannst du dir den … auf Stöckelschuhen vorstellen? So schreibt er.

Der Lebenskünstler hat die Socken an, wenn er seine Zehennägel schneidet.

Er zerstört das Bild, das er sich von anderen Menschen macht: sein eigenes.

Er rennt lauter offene Türen ein und boxt gegen seinen eigenen Schatten, der ihm überall entgegentritt.

Die Mülltonne ist wieder geleert worden. Welch ein Glück!

ohne Titel

23.  Januar 2005. Um 0° C. Damen, die ihren Pelz ausführen; andere ihren Hund, Manche sogar beides.

Egozentriker benutzen andere Menschen als Projektionsfläche.

56.dst
Übergewichtig:                                                                                                                                 

Sagt der Arzt zu seinem Patienten: „Wir müssen Ihren Gewichtsproblemen zu Leibe gehen.“

Benedikt XVI.:                                                                                                                                      

Auch dieser Papst wird dafür sorgen, dass es viel zu beichten gibt.
Pfingsten: Ausschüttung des heiligen Geistes. Solche Happenings gab es schon damals. Die Kirche hat gut daran verdient. Aber wo ist er denn: der heilige Geist?

Teufelchen Aus heutiger Sicht erscheint vieles anders, als es wirklich war. Ein Faktenstudium hilft da wenig, wenn wir eine Brille tragen, die es seinerzeit nicht gab.

Niemand außer unserm ICH kann uns daran hindern, unsere Denk- und Lebensweise zu ändern.

SisyphusDer Stein des Sisyphus rollt immer wieder bergab.
Aber besteht unser Menschsein nicht darin,
dass wir ihn auch immer wieder den Berg hinauftragen,
damit er nicht unten liegen bleibt?

[In Anlehnung an Camus, Le mythe de sisyphe. Essai sur l`absurde]

„Es ist nicht zu glauben: der Frosch kann fliegen!“ sagte die Eule und ertrank im Teich.

Wer anderen vorauseilt, muss auch warten können, bis sie nachgefolgt sind. Sonst bleibt man allein.

Wenn Philosophen nichts (mehr) zu sagen haben, schweigen sie, oder sie dreschen Stroh.
Wozu der Pleonasmus „leeres Stroh“? Stroh ist leer.

Es gibt viele Krankheiten, aber nur eine Gesundheit.

Intelligenz

ist das Vermögen, die Wirklichkeit differenziert wahrzunehmen, ohne das Ganze aus den Augen zu verlieren.

Dass etwas so ist, wie es ist, ist kein Grund dafür, dass es so bleibt, wie es ist.

Rationalisten                                                                                                                             

beanspruchen die Vernunft für sich allein und sind daran zu erkennen, dass sie alles, was ihnen nicht passt (Gedanken, Ansichten, Meinungen Anderer) als irrational bezeichnen.

„Willensfreiheit“ und Toleranz:                                                                                                      

Wir wären toleranter, auch mit uns selber, wenn wir wüssten, unter welchen zumeist inneren Zwängen wir handeln.

Von der Wirklichkeit haben wir nur ein Bild. Es entsteht in unserm Kopf. Ob dieses Bild mit der Wirklichkeit übereinstimmt, wissen wir nicht.

Fast überall, wo der Buddhismus sich als Religion etabliert hat, ist er verwässert und verfälscht worden.

Wenn Heilige die Hosen runterlassen, sind sie ganz profan.

Resümee eines Gutachtens:

Die Tätigkeit der Regenwürmer ist nicht zu beanstanden.

Was unterscheidet den, der Morde begeht, von dem, der Morde befiehlt? Der eine macht sich seine Hände schmutzig, der andere seine Weste.

Die Hölle,

das war die Inquisition,
das waren die KZs,
das ist Guantánamo,
das ist das, was der Mensch
mit dem Leben anderer Menschen macht.

Rosa war rot. Die SPD war es auch einmal. Jetzt hat sie nur noch ein paar rote Flecken.

Der Blick zurück im Zorn
verdüstert uns den Blick nach vorn.

Theologie                                                                                                                                            

ist das fantasievolle Bemühen der Gottesgelehrten, ihre ins Unbewusste verdrängten Kinderängste zu rationalisieren.

Wer Schmutz beseitigen will, darf sich nicht scheuen, Schmutz anzufassen und sich dabei die Hände schmutzig zu machen.

Wer immer nur „seine Zeitung“ liest:                                                                                    

Wenn man ständig sein Leibgericht isst, verdirbt man sich den Geschmack.

Man kann eine Demokratie kaputtschützen, so, wie man durch Overprotection das Immunsystem eines Kindes und sein Selbstvertrauen zerstören kann.

Viele Gedanken sind des Philosophen Tod.

Der Frühling, wohlgelitten,
kommt in großen Schritten.
(12. April 2009)

Der aus der Kneipe kam, hatte einen ganz schönen Seegang.

Der Schließmuskel hält, was er verspricht.
Oder auch nicht.

Auf dem Teppich bleiben!
Auf dem Teppich bleiben!

Die Mülltonne ist wieder geleert worden. Welch ein Glück!

Texte und Fotos: © Dietrich Stahlbaum. Alle Rechte vorbehalten

Sommermode für Mauzi

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