Was mehr verschwiegen werden darf: der Völkermord an den Armeniern unter deutscher Beihilfe

Leserbrief an das Medienhaus Bauer, Marl, zum Völkermord an den Armeniern, Hintergrund, Berichte, Kommentar vom 22. – 25. April 2015

Auch die Leserinnen und Leser dieser Zeitung haben ein Anrecht darauf, die ganze Wahrheit zu erfahren und nicht nur das, was nach und nach an die Öffentlichkeit gelangt und nicht mehr verschwiegen werden kann.

Der deutsche Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg äußerte acht Monate später in einem Schreiben an das Auswärtige Amt: „Unser einziges Ziel ist, die Türkei bis zum Ende des Krieges an unserer Seite zu halten, gleichgültig ob darüber Armenier zugrunde gehen oder nicht. Bei einem länger andauernden Krieg werden wir die Türken noch sehr brauchen.“

Der Generalstabschef der osmanischen Armee, Friedrich Bronsart von Schellendorf, schrieb 1921 in einem Zeitungsartikel, die Vertreibung der Armenier sei eine notwendige und bis auf einzelne Übergriffe saubere Aktion gewesen.

An der Logistik der Deportationen war auch das deutsche Militär beteiligt, wie es ein von Oberstleutnant Böttrich (→ https://de.wikipedia.org/wiki/Sylvester_Boettrich ), dem Chef des Verkehrswesens (Eisenbahn-Abteilung) im türkischen Großen Hauptquartier, im Oktober 1915 unterzeichneter Deportationsbefehl zeigt, von dem armenische Arbeiter der Bagdadbahn betroffen waren. Die Bagdadbahn selbst und die Anatolische Eisenbahn (→ https://de.wikipedia.org/wiki/Anatolische_Eisenbahn ) dienten auch schon vorher dem Transport gefangener Armenier.

Literatur: Jürgen Gottschlich: „Beihilfe zum Völkermord. Deutschlands Rolle bei der Vernichtung der Armenier“, 344 Seiten

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