Fremdwörter 1/5: Absonderliches

Fremdwörter werden gern benutzt, um Bildung zu bezeugen. Da gibt es zum Beispiel den Buchhändler, der, ein gewiefter Händler, bereits mehrere Konkurse heil überstanden hat, aber von Büchern nicht allzu viel versteht, dennoch Autorenlesungen veranstaltet und sogar moderiert. Drei bis vier Lesungen im Jahr. Für jede Lesung hat er ein spezielles Fremdwort einstudiert. Einmal war(en) es Imponderabilien. Er benutzte dieses Wort mehrmals an einem Abend, und zwar in einer Weise, die nicht erkennen ließ, worauf es sich bezog. Und wurde dafür von einem großen Teil des Publikums beklatscht, während der Autor etwas verwundert dreingeschaut hat.
Es waren Sätze wie: „Angesichts der Imponderabilien, mit denen wir es heute zu tun haben…“
Ob es nachher bei den Kundengesprächen im Laden bis zur nächsten Lesung auch solche Imponderabilien gab, entzieht sich meiner Kenntnis.

Vom blog.de (18. 05. 2006) übenommen.

Ein Gedanke zu “Fremdwörter 1/5: Absonderliches

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