Statt „Grüner Gentechnik“

Fingerhut
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«Grüne Gentechnik» ist Agro-Gentechnik. Sie wird in Saatgutfabriken angewendet. Es sind künstliche Eingriffe in das Erbgut, in biochemische Steuerungsprozesse von Pflanzen.
Hingegen züchten seit jahrtausenden Bauern auf natürliche Weise Pflanzen (und Tiere), die den örtlichen Gegebenheiten und den jeweiligen Verhältnissen (Bodenbeschaffenheit, Klima, Lebensgewohnheiten von Mensch und Tier) angepasst sind. So ist eine Artenvielfalt entstanden, die ein dynamisches, ökologisches Gleichgewicht und dadurch auch die regionale Lebensmittelversorgung des Menschen gewährleistet hat.

Noch gibt es z. B. rund 8000 verschiedene Reissorten auf der Erde. Es sind Wildsorten dabei (z. T. im Bioladen erhältlich); sie sind wie alle Wildpflanzen robuster, also weniger anfällig als Kulturpflanzen, wesentlich nahrhafter und – schmackhafter. Dasselbe bei Wildgemüse und Urgetreide, welches in kleinen Mengen von Biobauern wieder angebaut wird.
In Italien hatte fast jeder Gemüsebauer seine Tomatensorte, selbst gezüchtet. Jede hatte ihren eigenen Geschmack. Die EU-Einheitstomate macht alles kaputt.

Wenn eure Geschmacksnerven nicht durch synthetische Geschmacksverstärker (in den industriell produzierten Nahrungsmitteln) und durch Tabakteer beschädigt sind, könnt ihr den Unterschied zwischen (natürlichen) Lebensmitteln und („veredelten“) Nahrungsmitteln selber feststellen.
Es gibt zwar noch genug Lebens- und Nahrungsmittel auf der Erde. Mangel und Hunger sind ein Verteilungsproblem. Aber durch Abholzung und Raubbau, industrielle Land- und Forstwirtschaft und andere Faktoren wie Urbanisierung, Kolonialismus, Kriege und falsche Politik sind immense Teile der Erde versteppt, verwüstet, unfruchtbar gemacht worden. Hier muss angesetzt werden, um die Welternährung zu sichern.
Dazu gehören großangelegte Projekte zur Begrünung von Wüsten und Steppen. Araber und Israelis haben Erfahrungen auf diesem Gebiet. Auch der japanische Biobauer, Philosoph und Zen-Meister Masanobu Fukuoka → https://de.wikipedia.org/wiki/Masanobu_Fukuoka

Weitere Informationen auf der Seite «ÖKOLOGIE» im ZEITFRAGENFORUM I                                        → http://www.dietrichstahlbaum.de

Weiterhin aktuell, deshalb von blog.de (03. 03. 2006) übernommen.

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