Kosmische Strahlung oder CO2?

Die Frage ist falsch gestellt. Es ist nichts Neues, dass Wissenschaftler mitunter zu Ergebnissen kommen, die einander auszuschließen scheinen und einen Expertenstreit auslösen, und dies nur, weil sie mit unserer linearen, dualistischen, eindimensionalen Logik auf keinen gemeinsamen Nenner gebracht werden können. Es ist ein erkenntnistheoretisches Problem, das, wie wir beim Treibhauseffekt sehen, praktische Folgen haben kann.

Es führt zu der Frage nach der wissenschaftlichen Objektivität. Dazu habe ich im ZEITFRAGENFORUM => http://www.mx-action.de/dietrich/Einleitung_und_Themen/Philosophie/philosophie.html
bereits Position bezogen.

Fazit:

Es gibt keine (wissenschaftliche) Objektivität. Es gibt lediglich einen Konsens über Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung. Und nicht selten einen Dissens über ein vermeintlich objektiv dargestelltes Faktum. Man spricht von einem Bild der Wissenschaft. Die Landkarte ist nicht das Land, das sie darstellt. Auch in den Geisteswissenschaften haben wir es mit Abstraktionen zu tun. Mit Ideen, Gedankenkonstruktionen.

Demnach ist die Kontroverse über die kosmische Strahlung und CO2 ein Streit um des Kaisers Bart. Geologen, Geo- und Astrophysiker denken in anderen Zeiträumen [„wir müssen 4,5 Mrd. Jahre zurückblicken bis an den Anfang unseres Sonnensystems“] als Klimaforscher, die die gegenwärtige Erderwärmung untersuchen, mit früheren Epochen vergleichen und dabei feststellen, dass der Globus seit der Industrialisierung immer mehr und immer rapider aufgeheizt wird, während die Klimaschwankungen früherer und frühster Epochen viel mehr Zeit gebraucht, länger angedauert haben, also der Mensch Hauptverursacher dieses Treibhauseffektes sein muss. Zugeschrieben wird dies, wie wir hören und lesen, vor allem dem Ausstoß von CO2 und Methan, dem Verbrennen fossiler Brennstoffe und der Massentierhaltung.

Experten sind, wie der Name sagt, Fachwissenschaftler. Sie bearbeiten einen bestimmten Sektor, einen verhältnismäßig kleinen Bereich nach Methoden, die ihrem Fach entsprechen. Ein Chemiker sieht anderes als ein Physiker. Selbst innerhalb eines Faches gibt es Spezialisierungen. Dies verleitet dazu, die Ergebnisse seiner Untersuchungen in den Mittelpunkt zu stellen, monokausal zu urteilen und Teilursachen als Hauptursachen zu bezeichnen. Übersehen, wenn nicht sogar ignoriert wird dabei die Komplexität natürlicher Phänomene wie die klimatischen, – natürlicher, durch menschliche Eingriffe beeinflusster oder hervorgerufener Phänomene.

Um die Komplexität solcher Naturereignisse zu begreifen und zu verstehen, bedarf es einer ganzheitlichen Sichtweise, einer fachübergreifenden, interdisziplinären Kooperation von Wissenschaftlern, einer Zusammenschau aller durch Einzelnanalysen gelieferten Fakten und Faktoren.

Die Klimaforschung ist auf diesem Weg und wird, zusammen mit der Politik, sich nicht nur um die Reduzierung der Treibhausgase kümmern müssen, sondern ebenso um die Erhaltung und Vermehrung wichtiger Sauerstoffproduzenten [z. B. Verhinderung weiterer Abholzung von Urwäldern, Wiederbewaldung von Steppen und Wüsten].

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