Anthropozentrismus?

LOGO für Agenda 21

® Ewald Zmarsly 2001

Lieber Ewald Zmarsly,

Sie haben dieses Logo für die Agende 21 beim Patent- und Markenamt angemeldet und schreiben als Erläuterung dazu:

„Die Lokale Agenda 21 behandelt die Wechselwirkungen zwischen
den Aspekten Ökonomie, Ökologie und Soziales,
in deren Mittelpunkt der Mensch steht.“

Ich verstehe dies als Aufforderung an uns alle, sich um die ökologischen und sozialen Probleme, die wir durch unsere Wirtschafts- und Lebensweise verursacht haben, zu kümmern, und zwar nicht, um nur unser Überleben, die Existenz der Spezies »Mensch« zu sichern (das könnten wenige „auserwählte“ Menschenexemplare auf künstlichen Planeten), sondern das gesamte Leben auf der Erde, die ganze Natur in ihrer Komplexität und vielseitigen Abhängigkeit. Es geht also nicht um uns allein.

»Unser Kulturverständnis ist auch heute anthropozentrisch (d.h. der Mensch gilt als Mittelpunkt, Sinn und Zweck des Seins, wobei das religiöse Überich GOTT als moralische Hypothese dient). Danach definiert sich der Mensch als Kulturwesen durch die Fähigkeit, Natur zu beherrschen, sie sich anzueignen, sie seinen Bedürfnissen anzupassen, sie zu „kultivieren“.

Daraus erklärt sich, weshalb immer erst etwas unternommen wird, wenn eine lebensbedrohliche Gefährdung einer gewissen Anzahl von Menschen nicht mehr übersehbar ist. Und das sind dann „Umweltschutzmaßnahmen“.«

Mehr über diesen »Anthropozentrismus«, der im 16./17. Jahrhundert entstand, unser Denken und Handeln beherrscht (hat?) und die rücksichtslose Ausbeutung und die globale Schädigung der Natur mit zu verantworten hat, in meinem Essay ASPEKTE EINER ÖKOLOGISCHEN POLITIK (1988)  Hier im Blog!

Geologen fordern heute:

»Es ist Zeit für ein neues Erdzeitalter

Eine Gruppe von Geologen hat dafür plädiert, ein neues Erdzeitalter beginnen zu lassen: das „Anthropozän“ (vom Menschen gemacht). Es sei Zeit, das Holozän offiziell enden zu lassen, fordern die Forscher um Jan Zalasiewicz von der britischen Universität Leicester. In den vergangenen zwei Jahrhunderten seien menschliche Aktivitäten zum Hauptantrieb topographischer und klimatischer Änderungen geworden. Das Holozän bezeichnet die jüngste geologische Epoche. Es begann vor etwa 11 000 Jahren nach dem Ende der Eiszeit.«

[Frankfurter Rundschau vom 28.01.08]

Ja, der Mensch steht im Mittelpunkt der Kritik und der Verantwortung für das, was er in seiner Hybris seiner natürlichen Mitwelt und sich selber angetan hat.

Der austroamerikanische Physiker Fritjof Capra hat die vielfache Verflechtung der von Menschen angerichteten Probleme grafisch dargestellt und erläutert (größeres Bild durch Anklicken!):

F. Capra, Lebensnetz

Mit Text unter => http://files.schulbuchzentrum-online.de/pdf/978-3-14-151063-8-4-l.pdf

Hier sehen wir, wie alles miteinander zusammenhängt und welcher Anstrengungen es bedarf, mentaler, geistiger, politischer und wissenschaftlich-technischer, um aus dem Labyrinth, das wir geschaffen haben, herauszukommen.

Vielleicht schauen Sie auch mal hier hinein:
=> http://www.dietrichstahlbaum.de
ins ZEITFRAGENFORUM I (Seiten Ökologie und Philosophie)

Beste Grüße

Dietrich Stahlbaum

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